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Kaltschaummatratze

Die Kaltschaummatratze wird aus flexiblen Schaum gefertigt und ermöglicht einen komfortablen und erholsamen Schlaf. Dank ihrer guten Anpassungsfähigkeit und der Stützfunktion sind sie bei Schlafenden sehr beliebt. Wir haben uns die Kaltschaummatratze genauer angeschaut und erläutern nachfolgend die Funktionen und Vorteile der beliebten Matratze.

Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist sehr wichtig, denn während der Nachtruhe regeneriert der Körper. Doch hierfür ist eine optimale Schlafumgebung wichtig, bei der die passende Matratze eine entscheidende Rolle spielt. Die Schlafqualität wird davon zu einem großen Teil bestimmt. Eine moderne Kaltschaummatratze kann für einen gesunden Schlaf sorgen, da sie mit einer besonders ergonomischen Anpassung an den Körper punktet und sie ihn somit optimal unterstützt und entlastet. Nachfolgend wird erläutert, was eine Kaltschaummatratze ist und was die Vor- und Nachteile sind. Zudem werden Tipps gegeben, für wen sie sich eignet, worauf beim Kauf geachtet werden sollte, wie lange sie haltbar ist und wie sie am besten gepflegt wird.

Was ist eine Kaltschaummatratze?

Bei der Fertigung der Matratze kommt ein flexibler Schaum zum Einsatz, der bei Temperaturen von weniger als 100°C bereits aushärtet, während bei anderen Schaummatratzen eine zusätzliche Wärmezufuhr erforderlich ist. Daraus resultiert der Name „Kaltschaum“. Meist wird Polyurethan verwendet, welches auch für Allergiker gut verträglich ist. Kaltschaum verfügt unmittelbar nach der Herstellung über eine offenporige, atmungsaktive und feuchtigkeitsdurchlässige Oberflächenstruktur, die wiederum mit einer gleichmäßigen Härteverteilung überzeugt. Das Material ist elastisch und fühlt sich weich an. Die Punktelastizität kann durch verschiedene Körperzonen zusätzlich erhöht werden. Als allgemein beste Kaltschaummatratze gelten die Modelle mit sieben Zonen. Sie bieten individuelle Bereiche für die verschiedenen Körperpartien.

Was sind die Vorteile einer Kaltschaummatratze?

Moderne Kaltschaummatratzen bieten für jeden Schlaftypen optimale Liegeeigenschaften. Sie verfügen über eine hohe Anpassungsfähigkeit an den Körper und begeistern mit vielen weiteren Vorteilen. Der Körper wird sehr gut gestützt und entlastet, was eine wichtige Voraussetzung für einen ruhigen, gesunden Schlaf ist und zwar in jeder Position. Kaltschaum nimmt nach der Druckentlastung, wenn beispielsweise die Liegeposition gewechselt wird, direkt wieder seine ursprüngliche Form an. Die Körperbewegungen werden abgefangen und gedämpft und zudem wird die Bildung von Mulden vermieden. Kaltschaummatratzen verfügen zudem über hervorragende Klimaeigenschaften, was ebenso sehr wichtig ist für einen hohen Schlafkomfort. Hochwertige Modelle sind dank der Strapazierfähigkeit sehr langlebig.

Welche Nachteile hat die Kaltschaummatratze?

Die Härtegradangaben sind nicht genormt, sodass sie von Hersteller zu Hersteller variieren können. Kaltschaummatratzen eignen sich eher für Menschen, die gern warm schlafen, da sie die Wärme speichern. Menschen, die eher zu Nachtschweiß neigen, sollten eine Federkernmatratze auswählen. Bei Kaltschaummatratzen dürfen die Lattenrostabstände nicht zu breit sein, denn sie könnten sich sonst durchdrücken. Allgemein sollte beim Kauf auf Qualität geachtet werden, damit sich die Matratze nicht durchliegt. Nahezu alle neuen Kaltschaummatratzen haben einen produktionsbedingten Geruch, der laut Hersteller nicht gesundheitsschädlich ist. Doch es empfiehlt sich, die Matratze einige Tage lang auslüften zu lassen.

Für wen ist eine Kaltschaummatratze geeignet?

Da Kaltschaum sehr gute hygienische Eigenschaften aufweist, eignet sich die Matratze für Allergiker. Das Gleiche gilt für alle, die schnell frieren. Sie profitieren von der guten Wärmeisolation. Das Material gibt leicht nach und kehrt rasch wieder in die Ausgangsform zurück. Dadurch ist sie zudem eine gute Wahl für Menschen, die unruhig schlafen und sich nachts oft hin- und herdrehen. Aufgrund des geringen Gesamtgewichts gegenüber anderen Matratzenarten wird das regelmäßige Wenden vereinfacht, sodass Kaltschaummatratzen auch für ältere Menschen und Personen mit Rückenproblemen ideal sind, die zudem den angenehmen Liegekomfort zu schätzen wissen. Der Körper wird während des Schlafens bestmöglich unterstützt.

Wie viel kosten Kaltschaummatratzen?

Eine gute Kaltschaummatratze mit fünf oder sieben Zonen sowie einem optimalen Raumgewicht kostet rund 100 Euro. Der Preis kann sich erhöhen bei aufwändigen Kernzusammenstellungen, Schnitttechniken oder Bezügen. High-End Kaltschaummatratzen mit vielen weiteren Vorteilen kosten 150 bis 300 Euro. Wer ein medizinisches Produkt wünscht, kann natürlich auch ein Modell kaufen, das bis zu 1000 Euro oder mehr kostet.

Worauf sollte beim Kauf einer Kaltschaummatratze geachtet werden?

Es gibt einige wichtige Kaufkriterien:

  • Härtegrad: Kaltschaummatratzen werden in verschiedenen Härtegraden angeboten: H1 bis H4. Der passenden Auswahl kommt eine sehr wichtige Bedeutung zu. Der richtige Härtegrad ermöglicht das Einsinken der Schulter und des Beckens, sodass die Wirbelsäule gerade bleibt. Ist die Matratze zu hart oder zu weich, wird die Wirbelsäule gekrümmt. Der Härtegrad hängt vom eigenen Körpergewicht ab:
    • bis 60 kg: H1
    • ab 60 kg: H2
    • ab 80 kg: H3
    • ab 100 kg: H4
  • Matratzenhöhe: Die Höhe der Kaltschaummatratze sollte 20 bis 24 cm betragen.
  • Höhe des Kerns: Die Kernhöhe bezieht sich auf den reinen Kaltschaumkern. Verschiedene Umhüllungen oder Auflagen sind nicht dazu gerechnet. Eine Ausnahme bilden viskoelastische Auflagen. Die Höhe des Kerns sollte 14 bis 19 cm betragen. Grundsätzlich gilt: Desto höher die Kernhöhe ist, umso stabiler liegt die Kaltschaummatratze auf, sodass der Körper besser abgefedert wird. Schwerere Menschen sollten allgemein höhere Matratzen bevorzugen.
  • Raumgewicht: Das Raumgewicht bezieht sich auf die jeweilige Menge an Masse, die für den Kern der Matratze aufgeschäumt wurde. Es besagt, wie viel ein Kubikmeter wiegt. Es sollte mindestens 40 kg/m³ betragen. Je höher das Gewicht ist, desto hochwertiger, punktelastischer und langlebiger ist die Matratze. Bei einem geringeren Raumgewicht besteht die Kaltschaummatratze aus mehr Luft. Sie ist weniger elastisch, es können sich schneller Kuhlen bilden und sie verliert eher an Rückstellungskraft.
  • Stauchhärte: Die Stauchhärte verdeutlicht, wie hart die Kaltschaummatratze ist und wie viel Kraft aufgebracht werden muss, um das Material einzudrücken. Bei einer höheren Stauchhärte kann die Oberfläche der Matratze nach den Bewegungen umso schneller wieder in die ursprüngliche Form zurückkehren. Menschen mit einem geringen Gewicht sind mit einer Stauchhärte von 30 kPa gut beraten, während schwerere Personen eine Stauchhärte von 40 kPa wählen sollten.
  • Abnehmbarer Matratzenbezug: Ein abnehmbarer Bezug ermöglicht es, ihn regelmäßig zu waschen. Dies ist nicht nur für Allergiker wichtig. Frotteebezüge sind am preiswertesten. Bezüge mit einer Silberfadenausrüstung gelten als am hochwertigsten. Da die Kaltschaummatratze im Vergleich zur Federkernmatratze weniger atmungsaktiv ist, sollte der Bezug Feuchtigkeit optimal ableiten. Dies wird durch Wörter wie „Klimafasern“ verdeutlicht. Ebenso sind Prüfsiegel wie ÖkoTex ratsam, die schadstofffreie Textilien auszeichnen.
  • Lattenrost: Der passende Lattenrost spielt eine wichtige Rolle. Grundsätzlich kann jedes Modell für eine Kaltschaummatratze verwendet werden. Um die Anpassungsfähigkeit weiter zu unterstützen, eignet sich jedoch ein flexibler Lattenrost am besten.

Besondere Funktionen einer Kaltschaummatratze

  • HR Kaltschaum: Hochwertige und langlebige Kaltschaummatratzen werden aus HR-Kaltschaum hergestellt. Sie sind qualitativer als die Komfortschäume. Die offenporige, ungleichartige Zellstruktur sorgt für eine dauerhafte Elastizität und Punktelastizität.
  • Liegezonen: Liegezonen dienen dazu, dass die Schwerpunkte des Körpers wie Schulter und Hüfte tiefer einsinken können und somit eine gerade Körperlage entsteht. Vor allem bei Seitenschläfern ist es wichtig, dass sie gerade liegen. Von einer Matratze mit ergonomischen fünf oder sieben Liegezonen profitieren nicht nur Menschen mit Rückenproblemen. Damit wird dem Körper ein größtmöglicher Liegekomfort geboten.
  • Gestaltung der Oberfläche: Für die Liegeeigenschaften spielt die Oberflächengestaltung ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Anpassungsfähigkeit ist auch von der Schnitttechnik abhängig. Es wird zwischen einfachen oder dreidimensionalen Oberflächenschnitten unterschieden. Erstere verlaufen quer und bieten eine mittelmäßige Anpassung. Aufwändiger ist der 3D-Schnitt, bei dem der Querschnitt durch eine zusätzliche Oberfläche meistens in einer runden oder ovalen Form ergänzt wird. Dadurch wird das Liegeempfinden verbessert. Mit einer hervorragenden Anpassungsfähigkeit und Belüftung überzeugt der 3D-Würfelschnitt, der auch als Drehschnitt bezeichnet wird. Zusätzlich zum Querschnitt werden Längsschnitte eingearbeitet. Der 3D-Drehschnitt punktet mit der besten Anpassungsfähigkeit. Hier wird die Oberfläche der Matratze noch punktueller aufgelöst, zum Beispiel in der Form von Kugeln.

Haltbarkeit einer Kaltschaummatratze

Die hohe Lebensdauer gehört zu den großen Vorteilen der Kaltschaummatratze. Aus hygienischen Gründen sollte sie jedoch nach rund acht bis zehn Jahren ausgewechselt werden. Die Haltbarkeit hängt letztendlich auch vom Raumgewicht ab. Je geringer dieses ist, desto mehr und auch größere Poren besitzt der Schaumstoff, sodass es schneller zu einer Kuhlenbildung kommt und sich die Lebensdauer demzufolge verkürzt. Je höher das Raumgewicht ist, desto formstabiler und somit ebenso hochwertiger ist die Matratze.

Pflege der Kaltschaummatratze

Um die Anpassungsfähigkeit zu erhalten und die Bildung von Kuhlen zu verhindern, sollte die Matratze alle vier Wochen gewendet und gedreht werden. Durch das leichte Gewicht gegenüber anderen Matratzen wird dies vereinfacht. Auch ein regelmäßiges Lüften der Matratze ist sinnvoll. Hierfür wird sie einfach aufrecht hingestellt, damit die aufgenommene Feuchtigkeit abgegeben wird. Darüber hinaus sollte im Schlafzimmer für ausreichend Frischluftzufuhr gesorgt werden. Der Staub, der sich auf der Matratze abgelagert hat, kann abgesaugt werden. Der Bezug sollte abnehmbar sein und regelmäßig gewaschen werden, um Schmutz, Schweiß und Milben zu beseitigen. Meist ist dies bei 60° C möglich, doch es sollten die Herstellerangaben beachtet werden.

In welchen Größen gibt es Kaltschaummatratzen?

Die Matratzen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Welche passend ist, ist von der Größe des Bettes und den persönlichen Vorlieben abhängig. Für ein Doppelbett können sowohl zwei einzelne Matratzen als auch ein großes Modell gewählt werden. Zu den Standardmodellen gehören:

  • Kindermatratzen 70 x 140 cm oder 60 x 120 cm
  • Einzelmatratzen 80 cm x 190 cm oder 80 bis 140 x 200 cm
  • Paarmatratzen 140 bis 200 x 200 cm

Daneben sind noch Sondergrößen erhältlich, die zum Beispiel für sehr große Menschen geeignet sind.

Fazit

Die Kaltschaummatratze ist aufgrund des ausgezeichneten Liegekomforts, der Punktelastizität und der langen Haltbarkeit sehr beliebt, nicht nur bei Menschen, die nachts frieren, unter Rückenschmerzen oder einer Hausstauballergie leiden. Die 7-Zonen-Kaltschaummatratze bietet individuelle Bereiche für jede einzelne Körperpartie, sodass der Körper optimal gestützt und entlastet wird.

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