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Hausmittel zum Einschlafen – für sanftes Einschlafen

 

Beliebtestes Hausmittel zum Einschlafen: Milch mit Honig

Da Milch das Schlafhormon Melatonin enthält, gehört warme Milch mit Honig zu einem der beliebtesten Hausmittel gegen Schlafstörungen.

Schlafstörungen sind auf Dauer für die Gesundheit ein ernst zu nehmendes Problem. Dies gilt sowohl psychisch als auch körperlich. Die Erholung bleibt aus, was nicht nur zur Müdigkeit, Erschöpfung, Gereiztheit und einer mangelnden Leistungsfähigkeit am kommenden Tag führt. Das Immunsystem wird geschwächt, was in der Folge verschiedene gesundheitliche Risiken verbirgt. Viele greifen zu Medikamenten, doch diese verbergen mögliche Nebenwirkungen und können abhängig machen. Es gibt zahlreiche Hausmittel, die für einen guten Schlaf sorgen können. Nachfolgend werden die besten genannt.

Mit Tryptophan besser einschlafen

Tryptophan ist eine Aminosäure, die in vielen Lebensmitteln wie Käse, Milch, Eiern, Bohnen und Nüssen in einer hohen Konzentration enthalten ist und als Vorstufe von Serotonin dient. Dieser Neurotransmitter, der auch als Glücksbotenstoff bezeichnet wird, wirkt Schlafstörungen entgegen und bekämpft gleichzeitig Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.

Warme Milch mit Honig

Warme Milch mit Honig gehört zu den beliebtesten Hausmitteln gegen Schlafstörungen. Der Grund hierfür ist, dass die Milch das Schlafhormon Melatonin enthält, welches das Einschlafen beschleunigen soll. Zudem befindet sich in der Milch der Proteinbaustein Tryptophan, der vom Körper benötigt wird, um die Hormone Serotonin und Melatonin herzustellen. Das Serotonin bewirkt, dass wir uns zufrieden und glücklich fühlen. Wird es dunkel, wird aus dem Serotonin der Schlafbotenstoff Melatonin gebildet, der den Schlaf positiv beeinflusst. Auch im Honig ist der Stoff Tryptophan enthalten. Die warme Milch mit Honig hat somit eine entspannende Wirkung und hilft dabei, zur Ruhe zu kommen.

Warmer Kakao

Der warme Kakao enthält Phenylethylamin. Durch diese Substanz wird die Bildung der Glückshormone gesteigert. Sie machen zufrieden und müde. Daher kann es helfen, eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen einen warmen Kakao zu trinken.

Entspannender Tee aus Passionsblume, Kamille und Katzenminze

Ein Tee aus Passionsblume, Kamille und Katzenminze hat auf den Körper und Geist eine beruhigende Wirkung. Die Passionsblume kann bei einer Ängstlichkeit und Sorgen hilfreich sein. Katzenminze wirkt entspannend und auch die Kamille wirkt beruhigend und kann körperliche Spannungen lösen. Das Heilkraut Kamille, ein sanftes pflanzliches Schlafmittel, wird seit Jahrhunderten verwendet, um gesund zu schlafen. Es eignet sich auch für Babys und Kinder. Es gibt kaum ein besseres und natürlicheres pflanzliches Einschlafmittel, welches so schonend ist wie Kamille und mit einer ausgezeichneten Verträglichkeit überzeugt. Natürlich gibt es noch mehr Tee zum Einschlafen.

Tee aus Hopfenzapfen

Der Hopfen hat ebenfalls beruhigende Eigenschaften. Dies liegt an den enthaltenen Bitterstoffen, Harzsubstanzen, Mineralstoffen, Flavonoiden und dem ätherischen Öl, die in der Kombination eine beruhigende Wirkung haben. So kann ein Tee aus Hopfenzapfen ebenso gegen Schlafstörungen, innere Unruhe, Angespanntheit und Angstzustände helfen. Es darf allerdings kein Bier getrunken werden, da dieses ebenso Hopfen enthält. Alkohol lässt zwar schneller einschlafen, doch der Schlaf ist nicht erholsam, da der Körper dann während des Schlafens damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen. Dies hindert an der Regeneration des Körpers. Ein Teelöffel Hopfenblüten wird mit kochendem Wasser übergossen, zehn Minuten ziehen gelassen und abgeseiht.

Hopfenblütenbad

Für ein Hopfenblütenbad werden 100 Gramm Hopfenblüten mit zwei Liter kochendem Wasser übergossen. Dies wird 20 Minuten ziehen gelassen, der Sud dann abgeseiht und anschließend in das Badewasser gegeben. Die Wirkungen sind ähnlich wie beim Tee aus Hopfenzapfen. Der beruhigende Effekt kann den Schlaf positiv beeinflussen.

Baldrianwurzel

Der Baldrian enthält Valerensäure. Die Wirkstoffe des Naturstoffs wie die ätherischen Öle können die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen positiv beeinflussen, sodass die Wurzel die Erregbarkeit senken und den Körper und Geist entspannen kann. Dies macht es möglich, vor allem bei nervös bedingten Einschlafstörungen besser einzuschlafen, da die innere Unruhe gemildert wird. Baldrian kann als Tee eingenommen werden. Hierfür werden zwei Teelöffel der zerkleinerten Baldrianwurzel mit kochendem Wasser übergossen, fünf Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Davon werden mehrere Tassen schluckweise getrunken. Wem Baldrian allein nicht schmeckt, kann Melisse und Passionsblumenkraut untermischen.

Melissenblätter

Melisse hilft gut bei innerer Unruhe und hat eine entspannende und schlaffördernde Wirkung. Die Heilpflanze findet seit langem Anwendung bei Unruhe, Angespanntheit und nervös bedingten Einschlafproblemen. Der Grund hierfür sind hauptsächlich die ätherischen Öle, die in den Blättern enthalten sind und einen zitronenähnlichen Geruch verleihen. Auch die Kaffeesäureverbindungen, Flavonoide, Bitterstoffe und Gerbstoffe sind wertvolle Inhaltsstoffe. Während die Ausschüttung von Serotonin durch die Einnahme von Melisse erhöht wird. Der Glücksbotenstoff wirkt beruhigt und entspannend. Für die Zubereitung eines Tees werden fünf Teelöffel Melissenblätter mit kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten Ziehzeit kann vor dem Zubettgehen eine Tasse Tee getrunken werden. Ein Melissenbad kann ebenfalls für ein entspanntes Einschlafen sorgen. Hierfür wird die Badewanne mit warmem Wasser befüllt und circa 50 Gramm Melissenblätter in einem Säckchen hinzugefügt. Das Bad hat eine entspannende Wirkung und sorgt für einen erholsamen Schlaf.

Lavendelbad oder -tee

Die Blüten der Lavendel-Heilpflanze enthalten ätherische Öle, die eine beruhigende Wirkung haben, da sie die Ausschüttung von Stress- und Angsthormonen eindämmen. Sie verströmen zudem einen entspannenden Duft. Zur Erholung vor dem Zubettgehen bietet sich ein Lavendelbad an, um gut einschlafen zu können. Vor allem bei Ängsten, einer Beunruhigung und inneren Ruhelosigkeit kann dies sehr hilfreich sein. Hierfür sind fertige Badezusätze erhältlich. Lavendel kann natürlich auch als Tee getrunken werden. Es sollte sich jedoch um keine Zierform, sondern um den echten Lavendel handeln.

Johanniskraut

Johanniskraut hat sich gut bewährt bei Schlafstörungen, die aus leichten oder mittelschweren Depressionen resultieren. Die Wirkstoffe können Ängste und Nervosität beseitigen, Stress abbauen und in der Folge Entspannung und Ruhe bringen. Johanniskraut wirkt auf die Botenstoffe im Gehirn, da das Zusammenspiel bei depressiven Verstimmungen manchmal gestört ist. Körpereigene Botenstoffe, welche die Stimmung aufhellen, können dadurch länger aktiv bleiben. Der Effekt zeigt sich jedoch erst nach etwa drei Wochen regelmäßiger Einnahme. Laut Studien sollen hochdosierte Präparate aus Johanniskraut bei leichten oder mittelschweren Depressionen genauso gut wirken wie synthetische Mittel. Zu beachten ist jedoch, dass die Haut während der Einnahme empfindlicher auf UV-Strahlen reagiert.

Duftsäckchen

Ebenso für einen erholsamen Schlaf kann ein Säckchen sorgen, das mit beruhigenden Blüten, Blättern und Samen wie Anis, Minze, Thymian, Lavendel, Melisse und Kamille gefüllt wird. Dieses wird neben dem Kissen platziert, was eine entspannende Wirkung hat und den Schlaf verbessern kann. Es sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer und versetzt den Körper und Geist in eine harmonische Schwingung.

Ätherische Öle als Aromatherapie

Ätherische Öle können ebenfalls eine beruhigende Wirkung haben und damit den Schlaf verbessern, beispielsweise Lavendel, Melisse oder Weihrauch.

Vollbäder

Vollbäder am Abend sind sehr wohltuend und können eine wirksame Hilfe bei Schlafstörungen sein. Als Badezusatz eignen sich verschiedene Heilpflanzen, beispielsweise getrocknete Hopfenzapfen, Lavendelblüten oder Melissenblätter. Diese verstärken den entspannenden und schlaffördernden Effekt. Die Badezeit sollte 20 Minuten nicht überschreiten, um Kreislaufbeschwerden zu verhindern. Vollbäder sollten von Menschen, die unter Herzbeschwerden, Bluthochdruck und fieberhaften Erkrankungen leiden, mit Vorsicht genossen werden.

Schüssler Salze

Bei Schüssler Salzen handelt es sich um Mineralsalze in einer potenzierten homöopathischen Dosierung, die gegen Einschlafprobleme helfen können. Gut bewährt haben sich hierfür folgende Salze:

  • Nr. 2, das Calcium phosphoricum, welches das angespannte zentrale Nervensystem beruhigt
  • Nr. 5 Kalium, das phosphoricum, hilft bei Schlafstörungen aufgrund von kreisenden Gedanken
  • Nr. 7, das Magnesium phosphoricum, das die Nerven stärkt und insbesondere bei einer sehr hohen Anspannung hilfreich ist
  • Nr. 14, das Kalium bromatum, das beruhigend auf die Nerven wirkt
  • Nr. 21, das Zincum chloratum, welches das Immunsystem stärkt und den Schlaf verbessert

Die richtigen Lebensmittel am Abend

Um gut schlafen zu können, ist es wichtig, spätestens 18 Uhr Abendbrot zu essen. Andere Lebensmittel wiederum können auch danach noch gegessen werden, weil damit das Schlafhormon Melatonin besser gebildet werden kann. Dazu gehören:

  • Lebensmittel aus Vollkorn, Bananen, Datteln und Nüsse
  • Auch Weintrauben sollen die Produktion des Melatonins fördern. 300 Gramm genügen schon.
  • Daneben enthalten auch Sauerkirschen Melatonin, das Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und dabei hilft, abends zu entspannen. Hierfür kann vor dem Zubettgehen eine Handvoll Sauerkirschen gegessen werden.
  • Sojabohnen enthalten reichlich Tryptophan. Der Stoff sorgt dafür, dass das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird, das eine entspannende und schlaffördernde Wirkung hat. Eine Sojamilch fördert daher das Einschlafen. Um die Wirkung zu erhöhen, kann Honig hinzugefügt werden.
  • Auch Vanilleschoten gelten als natürliches Schlafmittel, denn sie beruhigen angespannte Nerven. In der Aromatherapie kommt die Vanilleschote daher ebenso gern bei Angstzuständen, Depressionen und Schlaflosigkeit zum Einsatz.

Schlafprobleme aufgrund eines Magnesiummangels

Nervosität, Unruhe und Schlafprobleme resultieren häufig aus einem Magnesiummangel. Ein sicheres Anzeichen hierfür können Krämpfe in den Beinen sein, die sich bemerkbar machen, wenn man sich zur Ruhe gebettet hat. Der Speiseplan sollte in diesem Fall aus magnesiumreichen Lebensmitteln bestehen, um die Vorräte aufzufüllen.

Warme Füße

Warme Füße sind sehr wichtig, denn sind sie kalt, kann dies maßgeblich am Einschlafen hindern. Sie signalisieren dem Körper, dass eine Erfrierung droht, sodass er nicht zur Ruhe kommen kann. Zur Erwärmung der Füße gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel vor dem Zubettgehen einige Minuten lang in eiskaltes Wasser gestellt werden. Dadurch wird die Durchblutung gefördert, wodurch die Füße warm werden. Eine gute Alternative sind dicke Wollsocken oder eine Wärmflasche.

Lesen

Lesen hilft beim Abschalten, sodass es vor dem Schlafen eine gute Idee ist. Es kann negative Gedanken, Kummer und Sorgen vertreiben. Die Lektüre sollte natürlich nicht zu spannend sein, denn dies hätte einen gegenteiligen Effekt.

Meditation

Gegen negative Gedanken und Unrufe kann auch Meditation zum Einschlafen helfen. Mit speziellen Meditationsübungen und Atemtechniken kann man Körper und Seele beruhigen und in tiefe Entspannung versetzen.

Fazit

Es gibt viele verschiedene Hausmittel, die für einen gesunden und erholsamen Schlaf sorgen können. Jeder kann für sich probieren, was ihm am besten hilft. Es ist empfehlenswert, sich an Einschlafrituale zu gewöhnen, denn im Laufe der Zeit verbindet der Kopf sie automatisch mit dem Schlafen.

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