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Gesunder, ausreichend langer Schlaf ist sehr wichtig, denn Schlafmangel kann wie Schlafstörungen auf Dauer schwerwiegende Folgen haben und die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen. Dies gilt sowohl körperlich als auch seelisch. Neben vielen weiteren Faktoren spielt auch die Matratze eine wichtige Rolle. Sie sollte regelmäßig gereinigt werden, damit sie sauber ist und keine Bakterien oder Keime enthält. Nachfolgend wird erläutert, wie oft und wie die Reinigung erfolgen sollte und wie unangenehmer Geruch und verschiedene Flecken wie Blut, Schweiß oder Urin beseitigt werden können.

Warum sollte die Matratze gereinigt werden?

Auf der Matratze sammeln sich große Mengen an Schweiß, Hautpartikel und der Kot der Milben an. Auch die Bildung von Bakterien, Keimen und Schimmel ist möglich. Feuchte, Wärme und eine mangelnde Belüftung erhöhen die Allergene in der Matratze zusätzlich. Diese unhygienische Umgebung sollte unbedingt vermieden werden. Daher ist es wichtig, die Matratze regelmäßig zu reinigen, um sie von Schmutz und Milben zu befreien, denn dies geht mit einem erhöhten Risiko für Atemwegserkrankungen und vielem mehr einher. Durch den Schweiß, Hautschuppen oder Staub finden Milben einen idealen Nährboden. Sie sind an sich zwar ungefährlich, allerdings kann der Kot der Milben Allergien und andere Beschwerden auslösen.

Wie oft sollte die Matratze gereinigt werden?

Die Matratzenreinigung sollte ein bis zwei Mal pro Jahr erfolgen. Die Dauer hängt unter anderem vom Verschmutzungsgrad ab. Im Durchschnitt dauert es mindestens 20 Minuten pro Matratze. Für die Beseitigung der Hautschuppen genügt es meistens, die Matratze abzubürsten oder mit einem Staubsauger mit der Polsterdüse abzusaugen und anschließend zu lüften. Hierfür wird sie aus dem Bettrahmen gehoben und eine Weile senkrecht vor das geöffnete Fenster gestellt. Es ist generell wichtig, das Schlafzimmer regelmäßig zu lüften. Für die Entfernung der Milben gibt es Milbensprays. Gegen Schweiß oder andere Flecken hilft es meist nur, den abnehmbaren Bezug, über den die Matratze verfügen sollte, in der Waschmaschine zu reinigen.

Was tun, wenn die Matratze unangenehm riecht?

Wenn die Matratze muffig oder modrig riecht, gibt es dafür verschiedene Gründe: Eingedrungene Körperflüssigkeiten, Schimmel, Milben oder Verunreinigungen. Doch was kann getan werden, damit die Matratze wieder besser riecht? Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Zitronensaft: Bei kleineren Verschmutzungen kann Zitronensaft helfen. Er wird auf die betroffenen Stellen geträufelt, kurz einwirken gelassen und im Anschluss mit Wasser abgetupft.
  • Backpulver oder Babypuder: Auch Backpulver oder Babypuder können Gerüche neutralisieren. Sie können über die gesamte Matratze gestreut und mit einem Tuch verteilt werden. Nach mindestens einer Stunde Einwirkzeit werden das Backpulver oder Babypuder mit einem Staubsauger wieder entfernt.
  • Natron-Pulver: Die Matratze kann zudem trocken mit Natron gereinigt werden, wenn sie aufgrund von flüchtigen Säuren von Körperflüssigkeiten wie Schweißrückständen unangenehm riecht. Dann sorgt das Natron dafür, dass die Flüchtigkeit gebunden wird und somit beseitigt wird. Für einen angenehmen Duft kann das Natronpulver mit ätherischen Ölen vermischt werden, beispielsweise Lavendelöl. Auf 250 Gramm Natronpulver kommen etwa fünf Tropfen des Öls.

Matratze reinigen – verschiedene Methoden

  • Dampfsauger: Mit dem Dampfsauger, der mit der Hilfe von heißem Dampf arbeitet, können Flecken, Staub und andere Verunreinigungen aus der Matratze gelöst werden. Auch das Milbenproblem kann auf diese Weise zu einem großen Teil verbessert werden. Der heiße Dampf tötet die Milben an der Oberfläche und bis zu einigen Zentimetern in das Innere der Matratze und sorgt damit gleichzeitig dafür, dass die Allergene, die im Milbenkot enthalten sind, ebenso unschädlich gemacht werden. Davon profitieren vor allem Allergiker. Die Matratze muss nach dem Reinigen jedoch komplett trocken sein, bevor sie wieder überzogen und benutzt wird.
  • Hausmittel Natron: Ein Klassiker bei der Reinigung der Matratze ist Natron, das ebenso im Backpulver enthalten ist. Es entfernt nicht nur unangenehme Gerüche, sondern hat auch eine reinigende und desinfizierende Wirkung. Zum Entfernen von Milben ist Natron ebenfalls sehr gut geeignet und eine optimale Alternative zur chemischen Behandlung. Das Pulver wird auf der Matratze verteilt und nach einigen Stunden mit einem Staubsauger entfernt. Für eine tiefere Reinigung kann auch ein Dampfreiniger verwendet werden.
  • Matratze professionell reinigen lassen: Wer die Matratze sehr gründlich reinigen möchte oder wenn sie von hartnäckigen Verschmutzungen oder Gerüchen befallen ist, kann sie professionell von einem Fachmann reinigen lassen. Diese setzen spezielle Sauger oder Reinigungsmaschinen und desinfizierende Mittel ein, um die Konzentration der Keime und Milben zu reduzieren. Hierfür gibt es die Möglichkeit, die Matratze zum Fachmann zu bringen oder sie mit der Hilfe eines mobilen Services zu Hause reinigen zu lassen.

Wie können Flecken auf der Matratze entfernt werden, beispielsweise Blut, Schweiß oder Urin?

  • Polsterreiniger: Wenn es zu Flecken gekommen ist und der Bezug nicht abnehmbar ist, können einige Haushaltstricks und Hausmittel hilfreich sein. Viele Flecken lassen sich mit Polstermöbelreinigern entfernen. Dieser wird mit etwas Wasser auf ein Tuch gegeben und der Fleck damit vorsichtig mit kreisenden Bewegungen abgerieben. Nach einer gewissen Einwirkzeit wird der Reiniger mit etwas Wasser entfernt. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass nur so viel Feuchtigkeit wie nötig in die Matratze gelangt, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Die Matratze kann mit einem Tuch getrocknet werden.
  • Stockflecken mit Essigessenz oder Buttermilch aus der Matratze entfernen: Bei Stockflecken handelt es sich um Verfärbungen, die durch Wasserflecke entstanden sind. Schimmel-Pilze und Bakterien begünstigen diese. Die befallenen Bereiche können mit einer Essigessenz eingerieben werden. Diese löst die Stockflecken. Im Anschluss können die Stellen mit klarem Wasser ausgewaschen werden. Buttermilch hat sich ebenfalls gegen Stockflecken bewährt. Sie werden vorsichtig damit betupft und nach einer ausreichenden Einwirkzeit mit einem feuchten Tuch abgewischt. Die Matratze muss nach der Behandlung, wie es bei jedem Reinigungsvorgang der Fall ist, gut trocknen können. Im Idealfall wird sie nicht zu stark durchfeuchtet.
  • Schweißflecken mit Backpulver beseitigen: Um Schweißflecken zu entfernen, werden zwei Päckchen Backpulver mit einer Tasse warmem Wasser vermischt. Dies wird mit einer weichen Bürste großzügig auf den Fleck verteilt und trocknen gelassen.
  • Urin, Blut, Kaffee oder Rotwein mit Natron reinigen: Für die Beseitigung besonders hartnäckiger Flecken wie Blut, Urin, Kaffee oder Rotwein ist eine Matratzenreinigung mit Natron ratsam. Hierfür wird eine Natron-Paste angerührt: Drei Esslöffel Natron-Pulver und zwei Esslöffel Wasser werden miteinander vermischt. Mit einem feuchten Schwamm wird die Paste anschließend auf den Fleck aufgetragen. Nachdem sie getrocknet ist, wird die Stelle abgesaugt.
  • Blut mit Backpulver oder Gallseife entfernen: Blutflecken lassen sich auch mit einer Mischung aus etwas Backpulver und kaltem Wasser gut entfernen. Die dickflüssige Mischung wird auf den Fleck aufgetragen und etwa eine halbe Stunden einwirken gelassen. Im Anschluss wird die Matratze gereinigt und getrocknet. Es ist wichtig, kaltes Wasser zu verwenden, denn das Eiweiß im Blut gerinnt bei heißem Wasser. Gallseife hat sich bei Blutflecken ebenso bewährt.
  • Rotwein mit Mineralwasser beseitigen: Bei Rotwein-Flecken kann die enthaltene Kohlensäure im Mineralwasser dabei helfen, den Fleck zu entfernen. Er sollte allerdings frisch sein. Ist dies nicht der Fall, kann Salz darauf gestreut werden. Das Salz nimmt den Wein auf. Anschließend kann die Matratze abgesaugt werden.
  • Urin entfernen: Vor allem bei Matratzen von Kindern oder älteren Menschen kann es erforderlich werden, Urinflecken beseitigen zu müssen. Hierbei helfen zur Vorbeugung wasserdichte Matratzenauflagen. Wenn der Fleck in der Matratze ist, kann versucht werden, ihn mit Wasserstoffperoxid zu lösen. Eine Alternative ist Essig, der auf den Fleck gegeben werden kann. Nach dem Trocknen wird die Matratze ausgebürstet.
  • Kaffee mit Gallseife behandeln: Kaffeeflecken können mit Gallseife oder warmem Wasser entfernt werden.

Flecken sollten grundsätzlich umgehend entfernt werden. Die Reinigung empfiehlt sich morgens, damit das Pulver oder anderes Mittel genügend Zeit hat, einzuwirken und die Matratze gut trocknen kann. Überschüssige Feuchtigkeit kann mit Küchenrolle aufgenommen werden.

Prävention: Matratzenschoner

  • Matratzenbezug: Wir verlieren nachts mehr als ein Liter Flüssigkeit, größtenteils durch abgesonderten Schweiß. Hierbei ist nicht die Flüssigkeit an sich das Problem, sondern es sind die salzigen Rückstände, die in der Matratze hinterlassen werden. Daher sollte ein waschbarer Bezug verwendet werden, der abgenommen und gewaschen werden kann. Dadurch können Flecken, Schmutz und Milben auf der Matratze verhindert werden.
  • Matratzenauflage: Wenn es keinen abnehmbaren Bezug gibt, kann dem Schmutz, den Flecken und Milben mit einer Matratzenauflage vorgebeugt werden. Sie befindet sich zwischen der Matratze und dem Spannbettlaken und lässt sich ebenso abnehmen, um sie zu waschen. An den Ecken sind meist elastische Bänder vorhanden, die ein Verrutschen der Auflage verhindern.

Fazit zur Reinigung der Matratze

Neben dem regelmäßigen Wechseln der Bettwäsche gehört zu einer guten Hygiene auch die Matratze dazu. Auch diese sollte regelmäßig gereinigt werden, um Schmutz, Flecken, Milben und Schimmel zu vermeiden und somit zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zu finden. Das Durchweichen der Matratze sollte grundsätzlich vermieden werden, um eine Schimmelbildung zu verhindern. Im Idealfall verfügt die Matratze über einen abnehmbaren Bezug, der in der Maschine bei 60 Grad gewaschen werden kann. Zudem sollte die Matratze ab und zu gelüftet werde, um für ein gutes Raumklima zu sorgen.

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