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Tee zum Einschlafen – natürliche Einschlafhilfe

Kräutertee mit verschiedenen Kräutern

Kräutertee wirkt entkrampfend und hilft dabei ausgeglichen zu sein. Es handelt sich um einen beruhigenden, jedoch nicht um einen typischen „Einschlaftee.

Ein warmer Tee am Abend kann beim Einschlafen helfen. Anders als Medikamente greifen Tees nicht stark in die Tätigkeit des Körpers ein, sondern helfen nur natürlichen Prozessen auf die Sprünge und wirken deshalb anders als die meisten Arzneimittel nicht bereits bei der ersten Anwendung. Aus diesem Grund sollte der jeweilige Tee für einige Tage getrunken werden, damit sich die volle Wirkung entfalten kann.

Warum eignet sich Tee zum Einschlafen?

Tee ist ein einfaches, natürliches Mittel, dass Schlaflosen dabei helfen kann, am Abend Ruhe zu finden und entspannt einzuschlafen.

Zum einen sind in manchen Tees Stoffe enthalten, die eine beruhigende Wirkung auf den Körper haben und somit beim Einschlafen helfen können. Zum anderen hilft ein warmes Getränk am Abend vielen Menschen dabei, nach einem stressigen Tag abzuschalten und sich zu entspannen. Wird eine Tasse Tee am Abend zu einem täglichen Einschlafritual, stellt sich der Körper darauf ein: Manche Menschen werden so von ganz alleine müde, wenn sie abends Tee trinken.

Welche Tees eignen sich zum Einschlafen?

  • Baldrian, Melisse und Hopfen: Die ätherischen Öle und Alkaloide in Baldrian und Hopfen haben eine beruhigende Wirkung auf das menschliche Nervensystem. Insbesondere für Menschen, die unter Angstzuständen und innerer Unruhe leiden, ist Tee aus Baldrian daher gut als Mittel zum Einschlafen geeignet. Die Wirkung von Hopfen- und Melissentee ähnelt der von Baldrian. Durch den frischen Geschmack, der an Zitrusfrüchte erinnert, kann die leicht bittere Note von Baldrian und Hopfen in einer Mischung mit Melisse leicht überdeckt werden.
  • Johanniskraut: Dieser Tee besitzt eine stimmungsaufhellende, beruhigende Wirkung. Johanniskraut kann die Wirksamkeit verschiedener Medikamente (beispielsweise auch die der Anti-Baby-Pille) beeinflussen, was vor der ersten Einnahme unbedingt beachtet werden sollte.
  • Lavendel und Kamille: Diese Heilkräuter werden seit Jahrhunderten bei Magen- und Darmproblemen, Entzündungen und Blasenbeschwerden angewandt. Sie verfügen durch ihre ätherischen Öle zudem über einen sehr angenehmen Geschmack und helfen bei Nervosität und Einschlafproblemen.
  • Salbei- und Kräutertee: Durch die enthaltenen ätherischen Öle, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe sind sie bekannt dafür, bei Entzündungen, Heiserkeit, Husten und Halsschmerzen zu helfen. Weniger bekannt ist, dass sie bereits seit dem frühen Mittelalter eingesetzt werden, um das Nervensystem zu stärken und Verkrampfungen zu lösen. Sie helfen dabei, ruhig und ausgeglichen zu sein, stärken aber gleichzeitig den Blutkreislauf. Für Frauen findet Salbei schon lange Anwendung bei hormonellen Beschwerden in der Pubertät, Schwangerschaft und in den Wechseljahren. Es handelt sich um einen beruhigenden, jedoch nicht um einen typischen „Einschlaftee“.
  • Hanftee: Tee aus Hanf enthält nicht den psychoaktiven Wirkstoff THC, sondern nur CBD. Letzteres hat eine beruhigende Wirkung auf das parasympathische Nervensystem. Es kurbelt das Immunsystem an, hilft gegen Migräne, Kopfschmerzen und Stress, beruhigt und hilft beim Einschlafen. Hanftee ist, wenn er kein THC enthält, auch für stillende Mütter, Schwangere und Kinder geeignet.
  • Tee mit Honig: der Konsum von Honig erhöht den Insulinspiegel im Blut, was die Produktion von Tryptophan begünstigt, das für die Synthese von Serotonin, dem „Glückshormon“ benötigt wird und eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem hat.

Welche Tees sollte man vor dem Einschlafen meiden?

Ungeeignet, um sie vor dem Einschlafen zu trinken, sind Jasmintee, grüner und schwarzer Tee sowie Matcha. Diese Tees enthalten Koffein, das etwa 20 bis 60 Minuten nach dem Trinken des Tees zu wirken beginnt und im Durchschnitt etwa drei Stunden lang wirkt. Besonders viel Koffein ist in Matchapulver sowie in den meisten Sorten schwarzen Tees enthalten.

Es gibt viele Menschen, die sehr sensitiv auf Koffein reagieren: Die Wirkung ist bei ihnen entweder sehr stark oder hält länger als üblich an. Aus diesem Grund sollten Menschen, die unter Einschlafschwierigkeiten leiden, den Konsum dieser Tees bis mindestens fünf bis sechs Stunden vor dem zu Bett gehen meiden.

Tee zum Einschlafen für Kinder

Bei Kindern und Babys spielt das „Ritual“ des abendlichen Tees eine große Rolle. Es hilft ihnen, sich auf das zu Bett gehen einzustellen, beruhigt und entspannt sie. Natürlich sollten bei Kindern koffeinhaltige Tees tunlichst vermieden werden. Da Kinder und Babys herben und bitteren Geschmack als besonders unangenehm empfinden, eignen sich einige der zuvor vorgestellten Tees nur bedingt als „Einschlaftees“.
Gut geeignet sind daher Hanf-, Kräuter-, Kamillen- und Melissentee. Ein Löffel Honig macht den Tee süßer und angenehmer für Kinder, wodurch sie ihn gerne trinken und sich auf ihr abendliches Ritual und das anschließende zu Bett gehen freuen.

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