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Wir verbringen etwa ein Drittel des Tages im Bett. Dennoch wird der Matratzen-Pflege oftmals viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei hat dies viele positive Wirkungen: Die Lebensdauer der Matratze wird deutlich verlängert und die Milben- und Schimmelbildung verhindert oder verringert. Zudem wird das Schlafklima im Bett und im Schlafzimmer verbessert. Daher sollte die Matratze entsprechend gepflegt werden, was nicht nur für Allergiker besonders wichtig ist.

Verschmutzungen mit einem Matratzenschoner vorbeugen

Zur Vorbeugung von Schmutz und Flecken sollte die Matratze mit einem Matratzenschonbezug ausgestattet werden. Dieser nimmt auch Schweiß auf, kann in der Maschine gewaschen und bei Bedarf ausgetauscht werden. Sie bieten damit einen hohen hygienischen Standard. Es gibt auch spezielle Anti-Milben-Bezüge, die zusätzlich gegen Milben schützen. Daneben sollte die Matratze regelmäßig abgebürstet oder mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Ein regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers kann Schimmel, Stockflecken und Keime vorbeugen. Die Temperatur sollte 16 bis 20 Grad und die Luftfeuchtigkeit rund 50 Prozent betragen.

Matratze drehen

Viele Matratzen brauchen Bewegung und sollten daher regelmäßig gedreht werden, beispielsweise alle Schaummatratzen wie Kalt-, Form- und Komfortschaummatratzen. Dies trägt zur Lüftung bei und wirkt zudem einer Muldenbildung entgegen. Es empfiehlt sich einmal pro Monat. Ein idealer Zeitpunkt ist daher beim Beziehen des Bettes. Dann werden also das Kopf- und Fußende der Matratze gewechselt. Eine Ausnahme bilden Matratzen, bei denen verdeutlicht wird, dass sie nicht gedreht und gewendet werden müssen. Dies hängt damit zusammen, dass viele Matratzen aus verschiedenen Zonen bestehen. Sie stützen die unterschiedlichen Körperstellen. Es gibt für den Kopf jedoch eine andere Zone als beispielsweise für den Rumpf oder die Füße.

Matratze wenden

Die Drehung der Matratze kann direkt mit dem Wenden verbunden werden. Dieses sollte aller drei Monate erfolgen und dient dem Ziel, die Matratze gleichmäßig zu belasten und Kuhlen zu verhindern. Beim Wenden werden die Ober- und Unterseite gewechselt. Durch das Wenden wird eine gleichmäßige Abnutzung erreicht. Falls dies nicht erforderlich ist, ist es meistens angegeben. Schaumstoffmatratzen dürfen beispielsweise nur gedreht, allerdings nicht gewendet werden. Die Matratze wird zum Wenden aus dem Bettrahmen gehoben. Sie kann einige Zeit lang an einer Wand angelehnt stehen bleiben, im Idealfall bei geöffnetem Fenster. Danach wird die Matratze in den Rahmen gelegt und dabei die Liegeseite gewechselt. Wird die Matratze nicht gewendet, geht dies mit einem erhöhten Risiko von Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und drückenden Stellen einher.

Matratze lüften

Frische Luft sorgt dafür, Milben und Schimmel zu verhindern. Sie ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Matratzenpflege, denn nachts sammelt sich in der Matratze viel Feuchtigkeit. Der Grund ist absolut simpel: Milben und Schimmel fühlen sich in einer stickig-feuchten Atmosphäre sehr wohl und können sich optimal vermehren. Frischluft kann somit eine gute Vorbeugung sein. Zur idealen Lüftung wird die Matratze aus dem Bettrahmen genommen und aufrecht aufgestellt, damit die Luft von allen Seiten herankommt. Danach wird das Fenster sperrangelweit geöffnet. Das Lüften kann mehrere Stunden dauern. Nachdem das Lüften beendet ist, wird die Matratze auf Raumtemperatur gebracht, bevor sie bezogen wird, damit sich aufgrund des Temperaturunterschieds keine Kondensfeuchtigkeit bildet. Die Matratze sollte nicht in die pralle Sonne oder an die Heizung gestellt werden, um den Trocknungsprozess auf diese Weise zu beschleunigen, denn dadurch kann das Material dauerhaft Schaden annehmen.

Matratzenbezug waschen

Da die Matratze selbst nicht waschbar ist, sollte sie über einen Bezug verfügen, der problemlos in der Maschine gewaschen werden kann. Ideal ist es einmal jährlich, bei mindestens 60 Grad. Allergiker können den Bezug auch drei bis vier Mal pro Jahr waschen. Er sollte leicht abnehmbar sein, sodass ein 4-seitiger Reißverschluss ideal ist. Beim Abziehen sollte er nicht über der Matratze ausgeschüttet werden, denn hierbei können Haare und Hautschuppen auf die Matratze fallen. Das Waschen des Bezugs empfiehlt sich im Sommer, denn dann trocknet er schnell. Flecken auf der Matratze können meist mit Hausmitteln entfernt werden.

Fazit zur Pflege der Matratze

Es genügt nicht, die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Auch die Matratze benötigt Aufmerksamkeit. Sie sollte regelmäßig gewendet, gedreht und gelüftet werden. Zudem sollte der Matratzenbezug einmal im Jahr oder häufiger bei mindestens 60 Grad in der Maschine gewaschen werden. Während eine Kuhlenbildung sehr leicht festzustellen ist, zieht Schimmel unerkannt in die Matratze ein. Schäden sind vorprogrammiert, die sich auf die Atemwege auswirken und eine chronische Bronchitis oder Asthma begünstigen. Wenn der Schimmel gerochen wird, ist er schon längst in der Matratze und hat sich vermehrt. Nach acht bis zehn Jahren sollte eine neue Matratze gekauft werden. Ganz gleich, ob Kaltschaum-, Federkern- oder Latexmatratze, jedes Material weist nach mehreren Jahren gewisse Verschleißerscheinungen auf. Dazu kommen Schmutz, Flecken und Schweißrückstände, die sich in der Matratze ansammeln.

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